Hilfe für verletzte Wildtiere im Landkreis Vechta  / bei Singvogel-Infektionskrankheiten

Stand:  12. Mai 2020

 

Was tun bei verletzt aufgefundenen Eulen, Greifvögeln oder anderen Wildtieren im Landkreis Vechta?

 

Hinweis:  Nur bei jagbarem Wild ist immer auch der Jagdausübungsberechtigte zu informieren. Kontakt zu diesem erhalten Sie entweder über die Polizei oder die Untere Jagdbehörde des Landkreises Vechta, die den offiziellen Kontakt zum zuständigen Revierinhaber herstellen.

 

 

Amtlich zuständig bei verletzten, gesetzlich geschützten Vögeln / Tieren ist generell:

 

  • Landkreis Vechta, - Untere Naturschutzbehörde,    Tel.:  04441-898-0  oder -898-2493  

Ist ein Nottransport von verletzten, gesetzlich geschützten Wildtieren erforderlich und der hierfür zuständige Landkreis ist  z. B.  wegen Wochenende oder  Dienstschluss nicht sofort kontaktierbar,  wenden Sie sich an die 

  • Rettungsleitzentrale des Landkreis Vechta unter Notruf:  112   

Über beide Stellen wird das Notwendige von Amtswegen veranlasst oder die Naturschutzbehörde am Wochenende verständigt.

 

 

 

Kranke oder sterbende Singvögel an Futterhäusern. Was tun?

 

In den letzten Jahren mehren sich Fälle von kranken oder sterbenden Singvögeln in Gärten oder an Futterhäusern. Unterschiedliche Krankheitserreger sind hierfür verantwortlich.

 

Betroffen von Serien sterbenskranker Singvögel aufgrund von Seuchen bzw. Infektionserkrankungen sind 

  • Amseln durch das Usutu-Virus,
  • Grünfinken durch den Einzeller Trichomonas gallinae
  • Blaumeisen  durch das Bakterium Suttonella ornithocola  (seit März 2020 im Landkreis Vechta)

 

Direkte Hilfe der infizierten Vögel ist nicht möglich. Wichtig ist aber im Grundsatz, dass in betroffenen Gärten sofort für 1 Monat alle Fütterungen und Vogeltränken abgebaut, gereinigt und eingestellt werden, da diese die Ausbreitung dieser Infektionen erheblich verstärken können. Vogelfutterstellen und Tränken sind ganzjährig penibel sauber zu halten und gut zu reinigen, z.B. mit kochendem Wasser abzubrühen. Nur ständig saubere Fütterungen oder Tränken nutzen den Vögeln, ansonsten stellen sie ggf. sogar eine gewisse Gefährdung über das Infektionsrisiko dar. Futtersäulen ohne direkten Kotkontakt der Singvögel sind hilfreich, denn klassische Futterhäuser begünstigen das Verkoten und Infizieren der Körner und fördern damit die Krankheitsübertragung.

 

Um die jeweilige Infektionserkrankung zu diagnostizieren sollten einzelne tote Vögel amtlich untersucht werden. Details zur möglichen Untersuchung von Probentieren können bei der NABU Kreisgruppe Vechta erfragt werden.

 

 

Kranke Singvögel / Vogelkrankheiten bitte melden

 

Bitte melden Sie bei Infektionserkrankungen jeweils alle kranken/sterbenden Singvögel dem NABU-Bundesverband hier

 


Auffangstationen im Großraum Landkreis Vechta:

Verletzter Fischadler mit Bandage
Verletzter Fischadler mit Bandage

Private oder öffentliche Auffangstationen:

  • Private Auffangstation   (bitte nur nach vorheriger Anfrage!) :   Ursula Wilmering,                                              Stegenweg 1,  49377 Vechta,  Tel.: 04441-931014  
  • Wolfgang Herkt,  Wilhelmstr. 37-39, Osnabrück, Tel.: 0541-944450  
  • Wildvogelstation Rastede,                                                      Parkstr. 154, 26180 Rastede, Tel.: 04402-987850   

 


Häufig gestellte Fragen zum Arten- oder Naturschutz

Hier können Sie Antworten auf die häufiger gestellten Fragen zum Arten-, Natur- oder Gewässerschutz sowie zum Thema Rodungen von Bäumen finden. Die NABU-Bezirksgruppe Oldenburger Land informiert: mehr